Zur Weihnachtszeit wird alles ein wenig besinnlicher? Weit gefehlt! In so manchen Familien geht gerade zum Jahresende das Grauen um. Wenn es draußen kalt wird und die Sonne im Schnitt nur noch wenige Studen Licht spendet, dann ist Hochsaison für die Gamergemeinde. Die Spieleindustrie verzeichnet gute Umsätze und die begleitende Fachpresse ist im Spielebewertungsstress. Alles halb so wild, würden nicht unsere Kids zu Massenmördern, Gangsterbossen, Blutsaugern oder Weltkriegsgenerälen. Naja zumindest schlüpfen sie in deren Rollen und verlassen dabei um keinen Preis die warme Stube. Die Flut an Gewaltspielen und die große Schar der Käufer (oder besser gesagt Nutzer, schließlich geistern ja bekanntlich diverse Raubkopien herum), macht der Branche bzw. den Jugenschützern Sorgen. "CDU und SPD haben im Koalitionsvertrag eine Verbesserung des Jugendschutzes vereinbart, vorrangig soll es dabei um ein Verbot von so genannten "Killerspielen" gehen." berichtet das ZDF. "Was soll das sein, ein 'Killerspiel'? Ist das ein Spiel, bei dem ich, um virtuelle Geiseln zu retten, auf digitale Pixelmännchen schieße? Oder ist das ein Spiel, in dem ich motivationslos auf alles ballern muss, damit sich der Bildschirm rot färbt?" In Deutschland werden alle Spiele geprüft. Die "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle" (USK) ist ein Gremium aus Pädagogen, Vertretern der Kirchen, der Bundesländer und der Jugendbehörden. Sie kennzeichnen sie mit Altersvorgaben, etwa als "erst ab 12" oder "erst ab 18". Doch "ab 18"-Spiele dürfte es, nach den Vorstellungen wohlwollender Politiker, bald auch nicht mehr geben, denn auch Erwachsen müssen geschützt werden. Und außerdem würden durch ein generelles Verbot auch keine illegalen Kopien mehr an Kinder gelangen, bspw. durch "hilfsbereite" Erwachsene. Die liberale Gegenseite derartiger Auffassungen kontert mit dem Hinweis auf den berühmten Generationskonflikt: "Unsere Eltern sind dafür kritisiert worden, Rock'n Roll zu hören, das nannte man damals 'Negermusik'. Wer das hörte galt als gefährlich. Computerspiele sind ein ähnliches Zeitphänomen." erklärt Spiele- Fachzeitschriften-Chef Bigge.
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